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Thuja plicata Atrovirens

Lebensbaum Atrovirens

Herkunft und Verbreitung

Ursprüngliche Heimat der Thuja plicata Sorten ist das westliche Nordamerika, von Südalaska bis Nordkalifornien. Hier gedeiht sie auf feuchten Böden und bei niederschlagsreichem luftfeuchtem Klima.

Systematik

Ordnung: Coniferales (Koniferen)
Familie: Cupressaceae (Zypressengewächse)
Gattung: Thuja (Lebensbaum)
Art: Thuja plicata Atrovirens (Lebensbaum Atrovirens)

Habitus

Die Thuja plicata Atrovirens wächst kegelförmig. In der Jugend schmal mit eng anliegenden Ästen, später unten breiter, oben spitz zulaufend.

Die feinen Nadeln sind dachziegelartig angeordnete Schuppen von glänzend dunkelgrüner Farbe.

Die Rinde ist rötlich-braun und wird beim Wachstum in schuppige Streifen gespalten.

Sie erreicht eine Höhe von 15 - 20 Metern und eine Breite von 3 – 5 Metern. Der Jahreszuwachs liegt je nach Standort bei etwa 30 cm in der Höhe und 10 cm in der Breite.

Die Thuja plicata Atrovirens ist einhäusig getrenntgeschlechtlich, d.h. sie trägt weibliche und männliche Blüten. Die männlichen Blüten sind hellbraun, 1,5 bis 2 mm lang und erscheinen im April / Mai, in manchen Jahren sehr zahlreich. Die weiblichen Blüten sind unscheinbar. Die länglich eirunden Zapfen sind etwa 18 - 22 mm lang, zunächst grün und verfärben sich später braun.

Der Baum entwickelt einige tiefgehende Hauptwurzeln und ein feinverzweigtes  Wurzelsystem nahe der Oberfläche.

Standort

Die Thuja plicata Atrovirens bevorzugt feuchte, nährstoffhaltige und tiefgründige Böden. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit, da sie empfindlich gegen längere Trockenperioden ist. 

Sie wächst in sonnigen bis halbschattigen Lagen und ist auch für exponierte Stellen sehr geeignet, da sie sehr windfest und frosthart ist.

Der Baum ist stadtklima- und immissionsfest.

Ein sehr robuster, anpassungsfähiger Baum, der bei ausreichender Feuchtigkeit fast überall gedeiht. Zur Unterpflanzung nicht geeignet.

Verwendung

Durch den dichten Wuchs, schnittresistenz und die hohe Windbeständigkeit eignet sich die Thuja plicata Atrovirens ausgezeichnet für Sicht-, Wind- und Lärmschutzhecken. Der schmale Wuchs ermöglicht auch eine Solitärstellung in kleineren Gärten.

Schnitt

Am besten schneidet man Thujen kurz vor dem Austrieb im Februar oder März. Auch einen mehrmaligen Schnitt im Jahr nimmt der Baum nicht übel. Beachten Sie aber, dass Nadelbäume niemals bis in das alte Holz zurückgeschnitten werden dürfen (einzige Ausnahme: Taxus / Eibe). Im Gegensatz zu vielen Laubbäumen treiben sie aus altem Holz meistens nicht mehr aus.

Vermehrung

Da die Vermehrung durch Samen sehr langwierig ist, wird die Thuja meist durch Stecklinge vermehrt. Hierzu werden im Spätsommer ca. 10 – 20 cm lange Triebe vom Baum abgezogen, nicht geschnitten. Es sollte ein kurzes Rindenstück hervorstehen. Im unteren Drittel werden die Seitenzweige und Nadeln entfernt. Die Zweige werden in die Erde gesteckt und gut feucht gehalten. Innerhalb weniger Wochen sind die Zweige bewurzelt.

Toxikologie

Der Baum ist sehr stark giftig in allen Teilen. Vergiftungserscheinungen bei oraler Einnahme sind Übelkeit, Blutungen, Krämpfe, Durchfall, Wasserstauungen in den Beinen, Leber- und Nierenschädigung und zuletzt Lähmung des zentralen Nervensystems. Pflanzen Sie Thuja niemals an Viehweiden, da sie für die Tiere tödlich sein kann.

Erkrankungen

Thuja ist im Allgemeinen sehr robust und widerstandsfähig. In der Regel werden nur geschwächte Pflanzen von Krankheiten befallen.

Kabatina thujae (Kabatina Triebsterben): Die jungen Triebe färben sich braun und sterben ab. Ursache ist ein Pilz. Ein Absterben des Baumes ist allerdings unwahrscheinlich, da der Pilz nur die frischen Triebe befällt. Schneiden Sie die befallenen Triebe heraus und vernichten Sie diese (nicht auf den Kompost werfen!). Achten Sie auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Pestalotia funerea oder Pestalotiopsis funerea (Pestalotia Zweigsterben): Eine weit verbreitete Pilzerkrankung, die allerdings nur geschwächte Pflanzen befällt. Ursache sind oft Nährstoffmangel- oder Überschuss, zu enger Stand mit hoher Luftfeuchtigkeit, Luftschadstoffe oder falscher Standort. Befallene Stellen werden braun und sterben ab. Bei starkem Befall verkahlt der Baum von außen nach innen. Schneiden Sie die braunen Stellen heraus und entfernen Sie auch heruntergefallene Nadeln. (Nicht auf den Kompost!) Beseitigen Sie die Schwächefaktoren.

Didymascella thujina oder Keithia thujina (Schuppenbräune): Auch hier ist ein Pilz die Ursache. Es verfärben sich nicht ganze Zweige, sondern nur einzelne Schuppen braun. Bei jährlich wiederkehrendem Befall können auch ganze Triebe verkahlen. Begünstigt wird die Schuppenbräune durch schlecht belüftete Standorte und hohe Luftfeuchtigkeit. Schneiden Sie auch hier die befallenen Triebe heraus und vernichten Sie diese. Sorgen Sie unbedingt für eine bessere Durchlüftung.

Schädlinge

Aufgrund ihrer Giftigkeit ist die Thuja vor den meisten Schädlingen gut geschützt. So wird sie eigentlich nur von zwei Arten befallen.

Phloeosinus (Borkenkäfer): Hier sind zwei Schadbilder möglich: Die jungen Käfer bohren sich beim Reifungsfraß in die Triebe, meist an Astgabeln und fressen sich etwa einen Zentimeter tief in den Trieb. An der Eintrittsstelle ist deutlich Bohrmehl zu erkennen. Die ausgehöhlten Triebe werden zunächst blassgrün, später braun. Die befallenen Triebe sollten entfernt werden, bevor der Käfer wieder austritt. Es empfiehlt sich auch eine Behandlung mit Insektiziden um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern.

Das zweite Schadbild ergibt sich durch Larvenfraß in Stämmen und Ästen. Von der Legestelle zweigen 20 – 30 Larvengänge bis in das Splintholz hinein. Im Inneren des Baumes überwintern die Larven. Im Frühjahr zeugen zahlreiche Austrittslöcher von der Larventätigkeit. Sind einzelne Äste befallen, sollten diese unbedingt vor dem Frühjahr entfernt werden. Bei einem Stammbefall muß der gesamte Baum entfernt werden, um Nachbarpflanzen zu schützen.

Argyresthia thuiella (Thujaminiermotte): Die Motten legen Ihre Eier auf die Schuppen des Baumes und die Larven fressen sich durch die frischen Triebe. Folge ist ein Verbräunen und Absterben der Triebspitzen. Zu erkennen ist der Befall im Gegenlicht. Hier sieht man die Fraßgänge und die etwa 5 mm langen Larven. Entfernen Sie die befallenen Triebe und schneiden Sie die Hecke regelmäßig. Bei stärkerem oder wiederkehrendem Befall ist auch der Einsatz von Insektiziden sinnvoll.

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